WWZ versendet auch diese Adventszeit keine Weihnachtskarten, sondern investiert das gesparte Geld in den Bau eines Trinkwasserbrunnens in Kamerun. Es ist die 21. Brunnenspende, die das Unternehmen im Rahmen des Projekts "Wasser ist Leben" der Baarer Stiftung St. Martin tätigt.

Trinkwasser - keine Selbstverständlichkeit

 

"Was in unseren Breitengraden oftmals als Normalität betrachtet wird, ist andernorts alles andere als selbstverständlich", so WWZ-CEO Andreas Widmer. Mehr als eine Milliarde Menschen verfügen heute über keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene sind mit ursächlich für einen grossen Teil aller Krankheiten und einer hohen Kindersterblichkeit in Entwicklungsländern. "Es ist wichtig und freut mich, dass WWZ die Baarer Stiftung St. Martin bereits zum 21. Mal unterstützt."

"Auch wenn die Stiftung und das Trinkwasserprojekt 'Wasser ist Leben' in den letzten 25 Jahren bereits über 1500 Brunnen errichtet haben, bleibt der Bedarf weiterhin enorm" betont Stiftungsrat Michael Müller.

Projektbericht aus Zili (Nkol-Mveng)

 

Das Dorf Zili (Nkol-Mveng) befindet sich im Bezirk Dzeng des Departements Nyong et So’o. Die Distanz zu unserem Projektstandort in Otélé beträgt 111 km.

Nkol-Mveng als Zusatz zum Dorfnamen weist darauf hin, dass es in der Gegend dank dem nahegelegenen Hügel oft regnet. Es herrschen somit ideale Bedingungen für eine ertragsreiche Bewirtschaftung der Felder. Der Anbau von hochwertigem Kakao hat einen grossen Stellenwert und sichert den Bewohnern ein Einkommen. Dank dem nahegelegenen Fluss Nyong ist zudem der Fischhandel von Bedeutung und eine wichtige Nahrungsquelle für die Bevölkerung.

Die Standortsuche

 

Eine schwierige Situation war die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Die Dorfbewohner deckten ihren täglichen Bedarf mit Flusswasser, welches verschmutzt ist und eine Brutstätte für zahlreiche Erreger und Parasiten. Gelangen diese in den menschlichen Organismus, verursachen sie Krankheiten wie Durchfall, Cholera oder Typhus, die nicht selten zum Tod führen.

Unsere Projektmitarbeitenden sind darauf bedacht, den Brunnenstandort nach den Wünschen der Dorfbewohner zu richten. Vor allem müssen jedoch die Voraussetzungen für eine ergiebige Wasserstelle erfüllt sein. Mit Wünschelrute und Pendel wurde der geeignete Platz geortet. Dieser befindet sich nicht selten im dichten Buschwerk. Es sind deshalb oft kleinere Rodungen nötig, bevor mit dem Brunnenbau gestartet werden kann.

Der Brunnenbau

 

Nachdem  alle Vorbereitungen  abgeschlossen waren und der Dorfbeitrag geleistet wurde, konnte mit dem Brunnenbau begonnen werden. Der Brunnenschacht wurde mit Betonelementen stabilisiert und mit einem Zementdeckel verschlossen. Es folgte die Errichtung einer kleinen Mauer, um den Brunnen zu schützen und die Verlegung der Wasserrohre.

Mit der Montage der robusten Handpumpe wurde der Brunnenbau Nr. 1535 am 10. Februar 2016 abgeschlossen.

Die Einweihung

 

Die Dorfbewohner warteten schon ganz gespannt auf die Inbetriebnahme des Brunnens. Mit einer kleinen offiziellen Zeremonie  wurde dieser der Bevölkerung übergeben. Ein Mitglied des Brunnenkomitees, M. Joachim Foe Atangana, unterzeichnete das Übernahmeprotokoll  und ebenfalls einem Mitglied des Komitees fiel die Ehre zu, erste Pumpversuche zu unternehmen. Nun gehörte der Brunnen offiziell dem Dorf Zili und dies wurde mit Tanz und Musik gefeiert.

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