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Aktualisiert im Mrz. 2026

WLAN ist überall. Zuhause, im Büro, im Zug. Die Nutzung von WLAN im Alltag nimmt stetig zu.

Doch viele stellen sich eine zentrale Frage: Ist WLAN-Strahlung gefährlich für unsere Gesundheit – oder völlig harmlos?

Begriffe wie «Elektrosmog» sorgen für Unsicherheit. Gleichzeitig kursieren viele Halbwahrheiten.

Die gute Nachricht: Die Wissenschaft liefert klare Antworten.
Und diese unterscheiden sich deutlich von verbreiteten Befürchtungen.

Kurz erklärt – ist WLAN-Strahlung gefährlich?

Nein. WLAN-Strahlung gilt nach heutigem wissenschaftlichem Stand als unbedenklich, solange die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten sind.
Das bestätigt auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Warum die Angst vor WLAN-Strahlung so verbreitet ist

Elektromagnetische Strahlung lässt sich weder sehen noch spüren. Genau das macht sie für viele Menschen schwer greifbar.

Studien zeigen: Rund 50 bis 60 Prozent der Bevölkerung vermuten gesundheitliche Auswirkungen durch Elektrosmog.

Dabei entsteht oft ein Missverständnis:
Viele werfen unterschiedliche Strahlungsquellen in einen Topf.

WLAN vs. Mobilfunk – wo entsteht mehr Strahlung?

Hier liegt der entscheidende Punkt:

Der grösste Teil der Strahlenbelastung stammt nicht vom WLAN – sondern vom eigenen Smartphone.

  • 90–95 % der Belastung → Mobiltelefon
  • WLAN → nur ein kleiner Anteil

Warum?

  • Smartphones senden über grosse Distanzen
  • WLAN nur über wenige Meter
  • Smartphones befinden sich oft direkt am Körper

Experteninterview – Einschätzung von Martin Röösli

Nutzen Sie selbst WLAN zuhause?

Ja.

Ist Elektrosmog ein reales Gesundheitsrisiko?

Die Sorge ist verständlich, aber wissenschaftlich nicht belegt.

Was verursacht die meiste Strahlung?

Ganz klar das eigene Mobiltelefon – nicht WLAN.

Martin Röösli, Strahlenexperte
Martin Röösli ist Professor für Umweltepidemiologie und leitet die Einheit Umwelt und Gesundheit am Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut in Basel.

Der Nocebo-Effekt – wenn Angst Symptome auslöst

Ein spannender Punkt aus der Forschung:

Menschen, die von Strahlung überzeugt sind, berichten häufiger über Beschwerden.

Dieses Phänomen nennt sich Nocebo-Effekt: Eine negative Erwartung führt zu real empfundenen Symptomen.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung tatsächlich?

Messungen zeigen:

  • WLAN trägt nur wenig zur Gesamtbelastung bei
  • auch Mobilfunk liegt innerhalb der Grenzwerte
  • keine nachweisbaren gesundheitlichen Effekte unterhalb dieser Werte

Selbst in stark vernetzten Regionen bleibt die Belastung stabil.

Blick in die Zukunft – mehr Geräte, mehr Strahlung?

Die Anzahl vernetzter Geräte steigt.

Gleichzeitig entwickelt sich die Technologie weiter:

  • effizientere Übertragung
  • geringere Sendeleistung
  • bessere Netzabdeckung

Das führt dazu, dass die Gesamtbelastung nicht automatisch zunimmt.

WLAN-Strahlung reduzieren: Tipps für den Alltag

Wer dennoch vorsichtig sein möchte:

  • Smartphone nicht dauerhaft am Körper tragen
  • beim Telefonieren Headset nutzen
  • WLAN-Router nicht direkt neben dem Bett platzieren

Diese Massnahmen reduzieren die persönliche Exposition zusätzlich.

Studien zur WLAN-Strahlung: Wie hoch ist die Belastung wirklich?

Messungen aus dem Kanton Zürich zeigen klar:
Auch aktuelle Auswertungen bestätigen, dass WLAN im Alltag nur einen kleinen Teil der gesamten Strahlenbelastung verursacht.

Strahlenwerte durch WLAN im Vergleich zu anderen Emittenten

Zu Hause genutzte Geräte tragen wenig zum Elektrosmog bei.
Die höchste Belastung entsteht vor allem im öffentlichen Verkehr – etwa im Zug.

Im Vergleich der Nutzungsorte fällt kabellose Telecom-Technik zu Hause wie WLAN am geringsten ins Gewicht. Am höchsten ist die Strahlenbelastung dagegen im ÖV, vor allem im Zug.

WLAN gehört längst zum Alltag. Die wissenschaftliche Lage ist klar:

WLAN-Strahlung gilt als unbedenklich.

Wer die Unterschiede zwischen WLAN und Mobilfunk kennt, kann Risiken realistisch einschätzen – und unnötige Sorgen vermeiden.

Stabiles Internet als Basis für gutes WLAN

Ein starkes WLAN beginnt mit einer zuverlässigen Internetverbindung.
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Häufige Fragen zu WLAN-Strahlung

Ist WLAN-Strahlung schädlich für die Gesundheit?

Nein, laut aktuellem Forschungsstand nicht – solange Grenzwerte eingehalten sind.

Was strahlt mehr: WLAN oder Handy?

Das Smartphone verursacht deutlich mehr Strahlung.

Wie weit reicht WLAN-Strahlung?

WLAN-Strahlung reicht in der Regel nur wenige Meter. Die Belastung nimmt mit der Entfernung stark ab.

Kann WLAN Krebs verursachen?

Dafür gibt es keine wissenschaftlichen Belege.

Sollte man WLAN nachts ausschalten?

Nicht notwendig – kann aber aus persönlichem Sicherheitsgefühl gemacht werden.

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