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Menschen, die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind, werden als «digital natives» bezeichnet. Sie wuchsen mit elektronischen Medien auf und mussten den Umgang mit ihnen nicht erst später erlernen. Per Definition sind dies Menschen, die nach 1980 geboren sind. Doch die Kinder von heute sind mehr denn je «digital natives».

Schon Kleinkinder können dank der intuitiven Steuerung Tablets bedienen. Bei den grossen Computer-Kisten der 80-er Jahre wäre das kaum vorstellbar gewesen. Nicht wenige Schulen setzen auch im Unterricht auf das Internet und nutzen Tablets oder Laptops. Umso wichtiger ist es, Kindern schon früh die richtigen Kompetenzen im Umgang mit elektronischen Medien und dem Internet mitzugeben.

Medienkompetenz für Kinder

Jungen Eltern stellen sich zum Thema Internet und Kinder eine Menge Fragen. Das Internet bietet sowohl zur Unterhaltung, als auch für Wissensaneignung eine Menge Möglichkeiten. Pauschale Aussagen zum Thema Kinder und Internet sind nicht einfach. Trotzdem möchten wir Ihnen in diesem Beitrag einige Tipps mitgeben, um Ihr Kind sicher mit dem Internet vertraut zu machen.

Wie viel Zeit im Internet pro Tag für Kinder?

Die empfohlene Bildschirmzeit hängt vor allem vom Alter des Kindes ab. So empfiehlt beispielsweise Pro Juventute für Kinder von 3 bis 5 Jahren höchstens eine halbe Stunde pro Tag, bis 9 Jahre eine Stunde. Darüber hinaus kann pro Lebensjahr die Wochenstundenzahl um eine Stunde erhöht werden.

Gilt Hausaufgaben am PC machen auch dazu?

Bei der Online-Zeit sollte zwischen aktiv-produktiver und passiv-konsumierender Nutzung unterschieden werden. Nutzt ein Kind das Internet für die Schule oder für Lerninhalte, ist es nicht dasselbe wie wenn ein Kind auf YouTube fernsieht. Auch macht es keinen Sinn, Zeitlimits strikt einzuhalten und Kindern das Tablet mitten in einer Serienfolge wegzunehmen. Besser machen Sie mit Ihrem Kind eine fixe Anzahl Folgen ab, die es sehen darf und vermeiden so schlechte Laune.

Machen Tabu-Zeiten Sinn?

Generell ist eine gewisse Ausgewogenheit in der Mediennutzung erstrebenswert. Spielt das Kind regelmässig draussen, liest es Bücher und pflegt seine sozialen Kontakte, ist gegen ergänzende Medienzeit nichts einzuwenden. Zudem kann es empfehlenswert sein, während der Nachtzeit elektronische Geräte auszuschalten oder ausserhalb des Zimmers aufzubewahren, um die Nachtruhe nicht zu stören und so für ausgeschlafene Kinderaugen zu sorgen.
 

Wie schütze ich mein Kind vor sensiblen Inhalten im Internet?

Viele Geräte wie TV oder auch Internet-Boxen bieten eingebaute Kindersicherungen an. Auch externe Programme bieten solche Schutzfunktionen, sind aber meist kostenpflichtig. Einfach und effizient ist es, die Kinderschutz-Funktionen der am häufigsten benutzten Plattformen zu aktivieren. YouTube bietet beispielsweise einen «Eingeschränkten Modus» an, der in den Profileinstellungen aktiviert werden kann. Dadurch werden potentiell nicht-jugendfreie Inhalte bestmöglich ausgeblendet.
 

Gibt es Kinderschutz auch bei Google?

Ja, diverse Suchmaschinen, darunter auch Google, kennen Kinderschutz-Funktionen. Öffnen Sie dazu auf der Google-Webseite die Sucheinstellungen. Unter «SafeSearch-Filter» können Sie anschliessend das Häkchen bei «Anstössige Ergebnisse filtern» setzen.

Kindersicherung im App-Store: Geht das?

Auch der Google Play Store lässt sich kindersicher machen: In den Jugendschutzeinstellungen können Sie die Inhalte je nach Altersgruppe einschränken. Bei Apple-Produkten, auf denen die Familienfreigabe eingerichtet ist, kann eingestellt werden, dass App-Downloads durch Geräte von Kindern von den Eltern zuerst bestätigt werden müssen.

Medienkompetenz ist das A und O

Kein Schutz ist hundert Prozent sicher und findige Kinder finden auch Wege, einen Schutz auch mal zu umgehen. Umso wichtiger ist es deshalb, Kinder in ihrer Mediensozialisierung zu begleiten und ihnen die Kompetenzen im Mediengebrauch mitzugeben. Lässt es das Alter zu, ist es ratsam, mit Kindern über sensible Inhalte und Gefahren zu sprechen und ihnen zu erklären, weshalb diese ihnen schaden könnten und wie sie dies selbst verhindern können.

Zur Medienkompetenz gehört auch zu verstehen, dass nicht alles was im Internet steht, richtig oder gut sein muss. Geben Sie Ihren Kindern vertrauenswürdige Quellen mit und Sie werden Ihrem Kind helfen, einen gesunden und ausgeglichenen Umgang mit dem Internet zu entwickeln.

Erfahren Sie mehr rund um Medienkompetenz mit Kindern auf dem Informationsportal des Bundes «Jugend & Medien» oder zum sicheren Medienumgang mit unseren Quickline Telekomprodukten und Dienstleistungen auf der Website von Quickline.