Wasser sparen im Garten: 10 praktische Tipps für trockene Sommer
Wasser sparen im Garten: 10 praktische Tipps für trockene Sommer
So bewässern Sie Ihren Garten nachhaltig und sparen Wasser.Trockene Sommer, hohe Temperaturen und lange Hitzeperioden machen auch Schweizer Gärten zu echten Durststrecken. Wer den Garten nachhaltig bewässert, spart Wasser, schützt die Umwelt und reduziert gleichzeitig Kosten. Mit den richtigen Tipps bleibt Ihr Garten auch im Sommer gesund und grün.
Auch in der Schweiz lohnt es sich, bewusst mit Wasser umzugehen. Besonders im Sommer steigt der Wasserverbrauch im Garten schnell an. Mit einfachen Massnahmen können Sie Wasser sparen und Ihren Garten trotzdem optimal pflegen.
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihren Garten nachhaltig bewässern, welche Pflanzen besonders wenig Wasser benötigen und wie Sie Regenwasser sinnvoll nutzen.
Wie spart man Wasser im Garten?
Mit einfachen Massnahmen können Sie den Wasserverbrauch im Garten deutlich reduzieren:
• Morgens statt mittags giessen
• Regenwasser sammeln und nutzen
• Tropfschläuche statt Rasensprenger einsetzen
• Mulch verwenden
• trockenheitsresistente Pflanzen wählen
• seltener, dafür gründlich giessen
Darum lohnt sich Wassersparen auch in der Schweiz
Die Wasserversorgung in der Schweiz ist grundsätzlich stabil. Trotzdem kommt es lokal und zeitweise zu Engpässen – etwa bei längeren Trockenperioden oder wenn einzelne Quellen wie Grund- oder Quellwasser beeinträchtigt sind.
Gleichzeitig wächst das Bewusstsein für einen nachhaltigen Umgang mit Wasser. Gemeinden, Unternehmen und Privatpersonen setzen zunehmend auf nachhaltige Bewässerung und einen bewussteren Verbrauch.
Ein Beispiel dafür zeigt sich in der Stadt Zug im Umgang mit öffentlichen Grünflächen. Im Gespräch mit Claudius Berchtold, Fachbereichsleiter öffentliche Anlagen der Stadt Zug, wird deutlich: Nachhaltige Bewässerung gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Tipps zum Wassersparen im Garten
Wann sollte man den Garten giessen?
Der beste Zeitpunkt zum Giessen liegt in den frühen Morgenstunden. Dann ist es noch kühl und weniger Wasser verdunstet. Wer den Garten am Mittag oder während grosser Hitze bewässert, verliert unnötig viel Wasser.
Nutzen Sie wenn möglich Regenwasser. Regenwasser eignet sich ideal zum Giessen, fällt kostenlos vom Himmel und unterstützt den natürlichen Wasserkreislauf. Regentonnen oder Regenfangsysteme helfen dabei, Wasser nachhaltig zu nutzen.
Wie speichert der Boden Wasser besser?
Tropfschläuche sind deutlich effizienter als Rasensprenger oder klassische Sprüher. Sie geben das Wasser gezielt direkt an die Pflanzen ab. Dadurch verdunstet weniger Wasser und der Boden bleibt länger feucht.
Wichtig: Zum Schutz des Trinkwassers und der öffentlichen Wasserversorgung braucht es eine fachgerechte Installation gemäss den geltenden Richtlinien. Lassen Sie sich von einem Sanitärplaner oder Installateur beraten.
Wie oft sollte man den Garten giessen?
Giessen Sie seltener, dafür gründlich. So wachsen die Wurzeln tiefer in den Boden und die Pflanzen werden widerstandsfähiger gegen Trockenheit.
Oberflächliches tägliches Giessen führt dagegen dazu, dass Pflanzen flache Wurzeln bilden und schneller austrocknen.
Gartenpflege mit weniger Wasser
Auch die richtige Gartenpflege hilft beim Wassersparen. Entfernen Sie regelmässig Unkraut, denn es entzieht dem Boden zusätzlich Wasser. Mulch schützt den Boden vor Austrocknung und hält die Feuchtigkeit länger im Boden.
Schneiden Sie den Rasen im Sommer nicht zu kurz. Etwas längeres Gras schützt den Boden besser vor direkter Sonneneinstrahlung und Trockenheit.
Welche Pflanzen brauchen wenig Wasser?
Setzen Sie auf robuste und wassersparende Pflanzen. Viele trockenheitsresistente Arten besitzen tiefe Wurzeln und kommen mit wenig Wasser aus.
Geeignete Pflanzen sind zum Beispiel:
• Lavendel
• Salbei
• Rosmarin
• Oregano
• Sukkulenten wie Aloe Vera
• verschiedene Gräser und Kräuter
Auch bei Topfpflanzen lohnt sich die richtige Wahl. Grössere Töpfe speichern mehr Erde und damit mehr Feuchtigkeit.
Warum Wasser sparen wichtig ist
Wasser sparen bedeutet mehr als nur tiefere Kosten. Trinkwasser aufzubereiten, zu transportieren und zu reinigen benötigt Energie und Ressourcen.
Wer Wasser spart:
• reduziert den Energieverbrauch
• verursacht weniger CO₂-Emissionen
• entlastet die Umwelt
• spart Trinkwasser- und Abwasserkosten
Besonders die Erwärmung von Wasser – etwa beim Duschen oder Baden – verbraucht viel Energie. Gleichzeitig muss verschmutztes Wasser gereinigt werden, was zusätzliche Ressourcen benötigt.
Wasserverbrauch in der Schweiz
Eine Person in der Schweiz verbraucht im Haushalt durchschnittlich 142 Liter Trinkwasser pro Tag. Rechnet man Freizeit, Arbeitsplatz und Ferien dazu, steigt der Verbrauch auf rund 163 Liter täglich.
Der grösste Wasserverbraucher im Haushalt bleibt die Toilettenspülung. Danach folgen Duschen und Baden. Mehr als die Hälfte des Wasserverbrauchs entsteht im Badezimmer.
Darum sinkt der Wasserverbrauch in der Schweiz
Seit den 1980er-Jahren sinkt der Wasserverbrauch in der Schweiz kontinuierlich. Verantwortlich dafür sind unter anderem moderne, wassersparende Haushaltsgeräte und ein bewussterer Umgang mit Ressourcen.
Diese Entwicklung zeigt: Kleine Veränderungen im Alltag können viel bewirken. Wer den Garten nachhaltig bewässert, Regenwasser nutzt oder bewusst Pflanzen auswählt, leistet einen wichtigen Beitrag.
Denn Wasser bleibt eine unserer wertvollsten Ressourcen – heute und für kommende Generationen.
Mehr zum Thema Trinkwasser
Sauberes Trinkwasser gehört zu unseren wertvollsten Ressourcen. Deshalb lohnt es sich, bewusst und nachhaltig damit umzugehen – im Haushalt genauso wie im Garten.
Erfahren Sie, wie WWZ täglich sauberes Trinkwasser für die Region sichert.
Zur Person