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Die WWZ-Gruppe blickt auf ein starkes 125. Geschäftsjahr zurück. Der Umsatz stieg um 2,8 Prozent auf CHF 242,2 Mio. Trotz wesentlich tieferer Absatzpreise konnte dank Effizienzsteigerungen, der hohen Nachfrage nach Telekomdiensten und weiterer Optimierungen bei der Energiebeschaffung das operative Ergebnis um 5,4 Prozent auf CHF 51,0 Mio. gesteigert werden. WWZ weist einen Konzerngewinn von CHF 44,8 Mio. (+4,4 Prozent) aus. Der Generalversammlung werden eine unveränderte Dividende von CHF 330 und eine Jubiläumsdividende von CHF 125 pro Aktie vorgeschlagen.
Tiefere Einkaufspreise und die kühlere Witterung prägten das Energiegeschäft. Bei der Telekom setzte sich die Konsolidierung bei den Grundanschlüssen fort, die Nachfrage nach Telekomdiensten blieb hoch. Der Wasserabsatz verharrte auf Vorjahresniveau. Der Ausbau des Wärmegeschäfts wurde vorangetrieben und mit der Inbetriebnahme erster öffentlicher Ladestationen unterstützt WWZ die Elektromobilität.

Sparten

Strom

2016 wurde im Netzgebiet von WWZ etwas mehr Strom verbraucht (717 Mio. kWh, +0,8 Prozent). Schweizweit verkaufte die Gruppe insgesamt 846 Mio. kWh (+7,9 Prozent) und unterstreicht damit die solide Kundenbasis und Erfolge im teilliberalisierten Strommarkt.

Eigenproduktion: Die sieben Kleinwasserkraftwerke von WWZ entlang der Lorze produzierten dank höherer Pegelstände 33,1 Mio. kWh (+39,7 Prozent). Die firmeneigene Solarstromproduktion stieg um rund 20 Prozent auf 1,1 Mio. kWh. WWZ nahm 2016 vier PV-Anlagen in Betrieb und betreibt heute deren 19.

Elektromobilität: Mitte 2016 nahm WWZ in Baar die erste öffentliche E-Tankstelle in Betrieb. Mittlerweile sind zwölf Parkfelder in Cham, Zug und Baar mit Ladesäulen ausgerüstet worden. Das Unternehmen hat zudem die Firmenflotte um vier E-Fahrzeuge erweitert, bis Ende Jahr sollen acht weitere dazukommen.

Erdgas/Biogas

Der Erdgasabsatz stieg um 1,8 Prozent auf 518 Mio. kWh. Über 90 Wohn- und Gewerbeobjekte wurden an das Gasnetz angeschlossen. Standardmässig mischt WWZ dem Energieträger fünf Prozent klimaneutrales Biogas bei. Kunden können diesen Anteil zusätzlich Seite 2/4 erhöhen. 2016 stieg die Nachfrage nach Biogas bei Privat- und Gewerbekunden um 7,0 Prozent.

Wärme

WWZ betreibt unter anderem das Fernwärmenetz Altstadt Zug, den Holzwärmeverbund Menzingen und die drei Chamer Nahwärmeverbunde Röhrliberg, Neudorf und Zentrum. Der Wärmeabsatz nahm um über 60 Prozent auf 25,6 Mio. kWh zu.

Circulago: Über ein Fernwärme- und -kältenetz sollen dereinst Zug und Baar-Süd mit Energie aus dem Zugersee versorgt werden. 2016 arbeitete WWZ intensiv an der weiteren Planung von Circulago. Das Generationenprojekt ist ein wichtiger Schritt für eine regionale Energiezukunft im Sinne der 2000-Watt-Gesellschaft.

Telekom

Immer mehr Haushalte beziehen ihre Telekomdienste nur noch von einem Anbieter. Diese Konsolidierung prägt die gesamte Schweizer Telekombranche. Die WWZ-Gruppe konnte den Rückgang bei den Grundanschlüssen erfreulich tief halten (-1,5 Prozent). Grund war unter anderem die Einführung von Quickline Basic: Die monatliche Grundgebühr beinhaltet neu ein Komplettangebot mit Internet, Free-TV und Festnetztelefonie.

Die Nachfrage nach Telekomdiensten blieb hoch (Internet +7,9 Prozent, Festnetztelefonie +12,0 Prozent, Mobiltelefonie mehr als das Doppelte, interaktives TV +28,8 Prozent). Das Wachstum unterstreicht die Leistungsfähigkeit des WWZ-Glasfaserkabelnetzes, das flächendeckend Internetgeschwindigkeiten von 400 Mbit/s garantiert.

Wasser

Der Trinkwasserabsatz nahm um 0,2 Prozent leicht auf 5,5 Mio. m3 ab.

Im Herbst nahm WWZ das neue Grundwasserpumpwerk Wirtlenwald in Hochdorf in Betrieb, welches drei der bestehenden Pumpwerke in der Region ablöst. Auch ging das neue Reservoir Bolleren für die Versorgung des Gebiets Sihlbrugg/Walterswil ans Netz. Ende Jahr nahm das neue Quellwasserpumpwerk im Lorzentobel seinen Teilbetrieb auf. Es befördert das im Lorzentobel gefasste Quellwasser über zwei neu gebaute Transportleitungen ins höher gelegene Reservoir Tobelbrücke.

Finanzen

Die Gesamtleistung der WWZ-Gruppe stieg um 2,8 Prozent auf CHF 242,2 Mio., die Nettoerlöse aus den fünf Versorgungssparten um 2,2 Prozent auf CHF 215,0 Mio.

Betriebsergebnis (Ebit): Dank günstigerer Einkaufsbedingungen bei der Energie, der hohen Nachfrage nach Telekomprodukten und der Akquisition weiterer Kabelnetze konnte WWZ trotz tieferer Absatzpreise das Betriebsergebnis (Ebit) um 5,4 Prozent auf CHF 51,0 Mio. steigern.

Konzerngewinn: Dank des guten Finanzergebnisses von CHF 6,5 Mio. (Vorjahr CHF 7,3 Mio.) resultierte ein Konzerngewinn von CHF 44,8 Mio. CHF (Vorjahr CHF 42,9 Mio.).

Investitionen, Cashflow und Eigenfinanzierungsgrad: Die Investitionen in Sachanlagen und Akquisitionen von netto CHF 61,6 Mio. (Vorjahr CHF 54,9 Mio.) wurden vollumfänglich über den Cashflow finanziert, der mit CHF 81,9 Mio. unter dem Vorjahr (CHF 87,0 Mio.) lag. Der Eigenfinanzierungsgrad betrug beachtliche 87,8 Prozent.

Aktienkurs: Der Kurs der WWZ-Aktie stieg im Jahresverlauf um 7,3 Prozent auf CHF 13‘250. Dividende und Generalversammlung: Der Generalversammlung vom 27. April 2017 wird eine unveränderte Dividende von CHF 330 und eine Jubiläumsdividende von CHF 125 pro Aktie vorgeschlagen.

Kennzahlen

Finanzkennzahlen

in CHF Mio. 2016 2015 Veränderung
Betriebliche Gesamtleistung 242,2 235,5 +2,8 %
Versorgungsumsatz 215,0 210,3 +2,2 %
Betriebsergebnis (Ebit) 51,0 48,4 +5,4 %
Finanzergebnis 6,5 7,3 -11,0 %
Konzerngewinn 44,8 42,9 +4,4 %
Bilanzsumme 937,2 912,4 +2,7 %
Anlagevermögen 699,3 664,3 +5,3 %
Eigenkapital 822,5 792,0 +3,9 %

Arbeitsplätze

2016 2015 Veränderung
Vollzeitstellen 328 307 +21
Beschäftigte 378 354 +24
davon Lernende 12 9 +3

Medienkontakt

Robert Watts
Leiter Kommunikation