SABAG Luzern AG setzt in Rothenburg auf Batteriespeicher im Megawattbereich
Batteriespeicher gewinnen in der Schweiz zunehmend an Bedeutung. Sie gleichen Schwankungen im Stromnetz aus und entlasten die Infrastruktur insbesondere dann, wenn viel Strom produziert oder verbraucht wird. Gleichzeitig helfen sie, Solarstrom besser zu nutzen und sogenannte Lastspitzen zu reduzieren – also kurze Zeiträume mit besonders hoher Stromnachfrage.
«Gemeinsam mit unseren Partnern WWZ und NRG Solutions leisten wir mit dem Batteriespeicher einen Beitrag zur Stabilisierung des Energiesystems und erschliessen gleichzeitig neue wirtschaftliche Potenziale», sagt Marco Schiavini, Unternehmensleiter der SABAG Luzern AG.
Das Projekt erfolgt in mehreren Etappen. In einer ersten Phase konzentrieren sich die Partner auf die Bereitstellung von Systemdienstleistungen für das Stromnetz. Dabei stellt der Batteriespeicher wichtige Regelleistung für einen stabilen Netzbetrieb bereit. In einer zweiten Phase folgen die Integration einer Photovoltaikanlage sowie Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Zusätzlich optimiert das System den Eigenverbrauch des Standorts, damit möglichst viel lokal produzierter Strom direkt vor Ort genutzt werden kann.
WWZ begleitet das Projekt als Energiepartnerin der SABAG Luzern AG. Sie übernimmt die energiewirtschaftliche Einbindung sowie die Bewirtschaftung und Vermarktung des Speichers. Die NRG Solutions liefert das Batteriespeichersystem und verantwortet Planung, Umsetzung sowie technische Integration der Anlage
Für NRG Solutions zeigt das Projekt beispielhaft, wie sich Batteriespeicher wirtschaftlich und gleichzeitig netzdienlich einsetzen lassen. Im Fokus steht nicht allein die Technologie, sondern die intelligente Kombination verschiedener Anwendungen – von der Netzstabilisierung über die Eigenverbrauchsoptimierung bis zur Integration erneuerbarerEnergien.
Das Projekt in Rothenburg zählt zu den grösseren Batteriespeicherprojekten in der Zentralschweiz. Es zeigt, wie regionale Unternehmen gemeinsam konkrete Lösungen für die Energiewende und eine leistungsfähige Energieinfrastruktur entwickeln. Zu einem späteren Zeitpunkt prüfen die Projektpartner einen weiteren Batteriespeicher am Standort.