WWZ mit einem erfolgreichen ersten Halbjahr
Der Nettoerlös aus Lieferungen und Leistungen der Zuger WWZ-Gruppe lag im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent tiefer bei 146,5 Millionen Franken. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf Preissenkungen und einen tieferen Gasabsatz. Hohe Wachstumsraten verzeichneten hingegen die Fernwärme und die E-Mobilität.
WWZ investierte im ersten Halbjahr 49 Millionen Franken, ein Grossteil davon in das Fernwärmenetz und in die Versorgungsinfrastruktur. Die Betriebskosten erhöhten sich um 1,7 Millionen Franken. Das betriebliche Ergebnis stieg um 22 Prozent auf 18,2 Millionen Franken. Das Finanzergebnis liegt mit 4,2 Millionen Franken aufgrund der positiven Börsenentwicklung und den Beteiligungserträgen deutlich über dem Vorjahr. Der Konzerngewinn erhöhte sich im ersten Halbjahr von 15,6 auf 20,2 Millionen Franken (+30 %). Das Nettofinanzguthaben lag per Stichtag bei 41,8 Millionen Franken. WWZ ist weiterhin sehr stabil finanziert.
Stabiler Stromabsatz
Im ersten Halbjahr 2026 bewegte sich der Stromabsatz auf Vorjahresniveau. In der Grund versorgung verzeichnete WWZ aufgrund der Witterung und trotz des Zubaus von Photovoltaik-Anlagen eine leicht höhere Nachfrage. Der Stromabsatz bei den Marktkunden sank gegenüber dem Vorjahr. Der Nettoerlös im Segment Elektrizität reduzierte sich im Vergleich zu 2025 aufgrund tieferer Energiepreise um 16 Prozent.
WWZ macht die Telekomprodukte «Blizz» in der ganzen Schweiz verfügbar
WWZ baut ihre Marktpräsenz im Telekomgeschäft mit der Marke «Blizz» weiter aus. Dank der neuen «Off-Net»-Strategie sind die Telekoprodukte des Unternehmens seit Anfang Juli schweizweit erhältlich. Dafür nutzt WWZ neben der eigenen Glasfaserinfrastruktur auch die Netze weiterer Infrastrukturpartner. Die schweizweite Verfügbarkeit eröffnet WWZ neue Marktpotenziale und die Erweiterung des Kundenstamms. Gleichzeitig bleibt der kontinuierliche Ausbau der eigenen Glasfaserinfrastruktur in der Region ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.
Fernwärme wächst weiter
Bei der CO2-neutralen Fernwärme und -kälte verzeichnete WWZ ein Wachstum von 21 Prozent. Mit dem fortschreitenden Ausbau der Wärmeverbunde Circulago, Ennetsee und Steinhausen stieg die Nachfrage und die Absatzmenge im ersten Halbjahr 2026 auf 52 GWh. Ab dem September 2026 nimmt WWZ die neue Energiezentrale Steinhausen schrittweise in Betrieb und wird dieses Jahr die ersten Kundinnen und Kunden anschliessen. Damit leistet WWZ einen weiteren wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen und sicheren Energieversorgung in der Region.
Mehr Kapazität für den Wärmeverbund Circulago
Bis im Herbst 2026 baut WWZ die Seewasserzentrale Circulago etappenweise weiter aus und optimiert die Leistung gezielt. An der Anlage werden Pumpen durch leistungsstärkere Modelle ersetzt und ein vierter Plattentauscher eingebaut. Mit diesen Massnahmen erhöht WWZ die Leistung für die steigende Nachfrage deutlich und sorgt für mehr Effizienz sowie einen weiterhin stabilen Betrieb.
Nachfrage nach Flexibilitäten
Batteriespeicheranlagen eröffnen Unternehmen neue Möglichkeiten, Flexibilitäten wirtschaftlich zu nutzen. Bei einem Unternehmen in der Region hat WWZ im Frühling 2026 eine Batteriespeicheranlage mit einer Leistung von 3,45 Megawatt realisiert. Diese stärkt die Stabilität des Stromnetzes und schafft wertvolle Flexibilität im Zusammenspiel von Verbrauch, Erzeugung und Markt. WWZ übernimmt die Bewirtschaftung und Vermarktung von Batteriespeichern im Markt für Sekundärregelenergie und bringt damit technisches Know-how, Marktzugang und operative Erfahrung ein. Bis Ende Jahr wird WWZ zwei weitere Anlagen in Betrieb nehmen und das Geschäftsfeld weiter ausbauen.
Ausblick
WWZ erwartet 2026 insgesamt ein gutes Geschäftsjahr. Im Segment Elektrizität wird das Ergebnis aufgrund der tieferen regulatorischen Verzinsung und der Auswirkungen des neuen Energiegesetzes unter dem Vorjahresergebnis liegen. 2026 erbringt die Energieversorgerin wiederum hohe Vorleistungen für den Wärmeverbund Steinhausen. Die Profitabilität verbessert sich mit der kontinuierlich steigenden Auslastung der Energieverbunde stetig. Im Telekomgeschäft wirkt sich die erfolgreich umgesetzte Produkt- und Beschaffungsstrategie bereits positiv aus. WWZ erwartet für das Segment Telekom ein Ergebnis, das deutlich über dem Vorjahr liegt.