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Was ist eine PV-Anlage?

Eine Photovoltaikanlage (kurz: PV-Anlage) wandelt Sonnenlicht in Strom um. Die installierten Solarmodule bestehen aus Solarzellen, die durch die Sonnenenergie Gleichstrom erzeugen. Die PV-Anlage gehört heute zu den wichtigsten Technologien für die dezentrale Energieversorgung und ist in der Schweiz längst im Alltag angekommen.

Icon Info Was ist Photovoltaik?

Unter Photovoltaik (PV) bzw. Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie, meist Sonnenlicht, in elektrische Energie.

Wie eine PV-Anlage funktioniert

Illustration zeigt Solarstromproduktion
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Sonnenlicht trifft auf die Solarzellen und erzeugt durch den photoelektrischen Effekt Gleichstrom.

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Ein Wechselrichter wandelt den Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom um.
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Ein Produktionszähler misst den produzierten Solarstrom.

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Der Strom wird direkt im Gebäude verbraucht oder in einer Eigenverbrauchsgemeinschaft geteilt.
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Überschüssiger Strom wird in das Netz eingespeist.

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Optional kann überschüssiger Strom in einem Batteriespeicher gespeichert werden. 

Strom selbst nutzen

Eine Photovoltaikanlage lohnt sich oft, wenn Sie möglichst viel des erzeugten Stroms selbst nutzen. Je weniger Strom Sie ins Netz einspeisen, desto wirtschaftlicher ist die Anlage.

Besonders profitieren Haushalte und Unternehmen mit hohem Stromverbrauch am Tag. Dazu gehören beispielsweise eine Wärmepumpe, E-Ladestationen, Haushaltsgeräte oder das Arbeiten im Homeoffice. Besonders gilt dies auch für Unternehmen, deren Lastprofil gut zum Produktionsverlauf einer Photovoltaikanlage passt.
Unabhängigkeit
Mit einer PV-Anlage produzieren Sie einen Teil Ihres Stroms selbst. Das macht Sie unabhängiger vom Markt und schafft planbare Energiekosten.
Nachhaltig
Sonnenstrom ist erneuerbar und emissionsfrei. So leisten Sie einen direkten Beitrag zum Klimaschutz und senken Ihre CO₂-Bilanz.
Energiekosten
Mit einer ideal ausgelegten Solaranlage können Sie jährlich rund 30% und mehr Ihrer Stromkosten einsparen.
Wertsteigerung
Energieeffiziente Häuser sind gefragt. Eine PV-Anlage verbessert den energetischen Standard und erhöht den Wert Ihrer Liegenschaft.
Fördermöglichkeiten
Für Solaranlagen erhalten Sie attraktive Förderbeiträge. Damit senken Sie die Investitionskosten für Ihren Sonnenstrom.
Steuerliche Abzüge
Investitionen in erneuerbare Energien können Sie steuerlich geltend machen. So senken Sie Ihre Steuerlast.

Gute Planung

Der Weg zur eigenen Solaranlage ist oft einfacher, als viele denken. Entscheidend ist eine gute Planung. Wer früh die wichtigsten Rahmen­bedingungen klärt und strukturiert vorgeht, schafft die Basis für eine optimale PV-Anlage.

1. Eignung prüfen - ist Ihr Gebäude für Solarenergie geeignet?

Bevor Sie starten, klären Sie ab, ob Ihr Gebäude für Solarenergie geeignet ist. Prüfen Sie insbesondere:

  • Ausrichtung und Neigung des Daches
  • Zustand des Daches prüfen, ist zum Beispiel eine Sanierung notwendig?
  • Verschattungen durch Bäume, Kamine oder Nachbargebäude
  • Grösse der nutzbaren Dachfläche
  • Art der gewünschten Anlage: Strom (Photovoltaik), Wärme (Solarthermie) oder beides
Tipp: Nutzen Sie den PV-Check von Solarmacher oder das Tool Sonnendach.ch des Bundesamts für Energie.

2. Stromverbrauch analysieren

Für die Planung und Dimensionierung einer PV-Anlage sollten Sie Ihren Jahresverbrauch und Ihr Lastprofil kennen. Klären Sie dazu folgende Punkte:

  • Wie hoch ist mein jährlicher Strombedarf?
  • Wie hoch ist mein Strombedarf tagsüber, wenn die PV-Anlage produziert?
  • Wie hoch ist mein potenzieller Eigenverbrauch?
  • Sind meine Nachbarinnen und Nachbaren auch interessiert – lässt sich eine Eigenverbrauchsgemeinschaft bilden?
  • Wie viel installierte PV-Leistung deckt meinen Bedarf und den einer möglichen Eigenverbrauchsgemeinschaft?

3. Offerten einholen und vergleichen

Wählen Sie qualifizierte Fachpartner. Eine vollständige Offerte enthält:
 
  • Ideale Dimensionierung gemäss Eigenverbrauch
  • Empfehlung zum passenden Eigenverbrauchsmodell (Messgeräteanordnung muss dabei beachtet werden.)
  • Projektierung und administrative Abwicklung inkl. technischem Anschlussgesuch, Installations- und Bauanzeige oder Baubewilligungsverfahren
  • Sicherheitsvorkehrungen während der Installation
  • Allfällige Dachdecker-, Spengler-, Maler- oder Maurerarbeiten
  • Lieferung, Installation und Inbetriebnahme der Photovoltaikanlage
  • Elektroinstallationen durch eine Fachperson
  • Erstprüfung und Abnahmekontrolle durch einen unabhängigen Kontrolleur
  • Angaben zu Garantien sowie Unterhalts- und Wartungsarbeiten

Vergleichen Sie mehrere Offerten und wählen Sie die für Sie beste Lösung. Achten Sie darauf, nur Angebote mit derselben Leistung, derselben Modulanzahl und identischen Systemkomponenten zu vergleichen. So stellen Sie sicher, dass Sie vergleichbare Leistungsumfänge beurteilen. Berücksichtigen Sie auch den Liefertermin und den Zeitpunkt der Inbetriebnahme.

4. Finanzierung und Förderungen prüfen

Der Bund und der Kanton Zug sowie die Zuger Gemeinden bieten diverse finanzielle Vorteile:

  • Einmalvergütung vom Bund (über Pronovo)
  • kantonale Förderbeiträge, etwa für Batteriespeicher und effiziente Systeme (Webseite des Kantons Zug)
  • Förderbeiträge der Gemeinden (aktuelle Förderprogramme finden Sie auf der Webseite Ihrer Gemeinde)
  • Steuerabzüge für Investitionen in erneuerbare Energien

5. Bewilligung und Meldeverfahren klären

Klären Sie frühzeitig, ob Ihre Solaranlage ein Melde- oder Baubewilligungsverfahren benötigt und welche kantonalen Vorgaben gelten. Auf der kantonalen Webseite finden Sie alle relevanten Informationen, Bauvorschriften und das «Merkblatt Solaranlagen». Es fasst die wichtigsten Gestaltungsrichtlinien zusammen. Stimmen Sie sich dazu mit Ihrem Fachpartner ab.

6. Auftrag vergeben und Installation starten

Sobald Finanzierung, Bewilligung und Anbieter feststehen, erteilen Sie den Auftrag. Ab jetzt übernehmen die Fachleute:  Detailplanung, Terminkoordination, Installation der Photovoltaikanlage, Netzanschluss und Anmeldung beim Stromversorger, Inbetriebnahme und Übergabe. Zum Abschluss erhalten Sie alle Unterlagen für Fördergelder, Garantien und Hinweise zur optimalen Nutzung Ihrer Anlage.

Eigenverbrauch erhöhen

Je höher der Eigenverbrauch Ihres Solarstroms, desto wirtschaftlicher wird Ihre Photovoltaik­anlage. Selbst produzierter Solarstrom ist günstiger als Strom aus dem Netz. Mit verschiedenen Massnahmen erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch. 

Icon Schloss Eigenverbrauchsgemeinschaften
Sie nutzen Solarstrom gemeinsam mit anderen Haushalten oder Unternehmen in der Nähe. So erhöhen Sie den Eigenverbrauch. Mehr erfahren
Icon Schloss Batteriespeicher
Speichert überschüssigen Solarstrom für später. So kann beispielsweise tagsüber produzierter Strom am Abend genutzt werden.
Icon Schloss Energiemanagement-Systeme
Sie koordinieren Stromproduktion, Speicher, Wärmepumpe und Ladevorgänge eines Elektroautos möglichst effizient.

Plug-and-Play PV-Anlagen

Wer keine grosse Dachanlage installieren will oder kann, startet mit einem Plug-and-Play Solaranlage, auch Balkonkraftwerk genannt. Diese kleinen Solarmodule montieren Sie einfach auf dem Balkon oder der Terrasse und stecken sie in eine passende Steckdose ein. Auch Plug-and-Play Photovoltaikanlagen müssen Sie beim Netzbetreiber melden.

Für Installateure

Alle Anträge und Gesuche können Sie über unser digitales Meldewesen einreichen. Alles was Sie als Installateur bei der Planung und Umsetzung einer Photovoltaikanlage wissen und berücksichtigen müssen: