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Aktualisiert im Jan. 2026
Nachhaltig heizen gehört zu den wirksamsten Hebeln für ein klimafreundliches Wohneigentum. Wer ganzjährig ohne Öl oder Gas auskommt, senkt nicht nur den CO₂-Ausstoss, sondern investiert langfristig in Versorgungssicherheit und Werterhalt der Immobilie.

In diesem Blogbeitrag blicken wir gemeinsam mit Albin Schmidhauser auf seinen Entscheid zurück: Er hat 2020 als einer der Ersten einen Vertrag für den Anschluss an den Zuger Wärmeverbund Circulago unterzeichnet. Wir zeigen, welche Heizlösungen er geprüft hat und weshalb er sich für eine thermische Wärmelösung aus dem Zugersee entschieden hat.

Kumuliertes Fachwissen als Entscheidungsgrundlage

Albin Schmidhauser lebt in Zug in einem Dreifamilienhaus aus dem Jahr 1961. Obwohl der Brenner seiner fossilen Heizung ersetzt wurde, kam es in den letzten zehn Jahren immer wieder zu Ausfällen. Das war unbefriedigend – eine nachhaltige Alternative musste her.
Für ihn war klar: Die neue Heizlösung sollte CO₂-neutral sein.
Als ehemaliger Leiter des Amts für Wald und Wild im Kanton Zug sowie früherer stellvertretender Kantonsingenieur im Kanton Luzern brachte er umfangreiche Fachkenntnisse in die Evaluation ein. Dieses Wissen floss direkt in die Wahl einer zukunftsfähigen Wärmelösung ein.

Die Evaluationsphase – welche Heizsysteme standen zur Wahl?

In einem ersten Schritt prüfte Albin Schmidhauser verschiedene Möglichkeiten des nachhaltigen Heizens:

  • Luft-Wärmepumpe: zu laut, mit potenziellen Konflikten bei der Baubewilligung
  • Grundwasser-Wärmepumpe: nicht realisierbar wegen archäologischer Schutzzone
  • Wärmeverbund: sehr energieeffizient und langfristig stabil

Dank des interkantonalen Austauschs kannte er das Projekt Circulago bereits seit 2014. Als Verbundlösungen zunehmend an Bedeutung gewannen, rückte diese Option immer stärker in den Fokus.

 

«Ich war offenbar ein Pionier und wusste nicht, was auf mich zukommen würde. Aber es hat sich gelohnt.»

Albin Schmidhauser

Überzeugende Argumente für den Wärmeverbund Circulago

Im Sommer 2019 reichte WWZ ein Baugesuch für den Leitungsabschnitt im Perimeter seines Wohnhauses ein. Das gab den Ausschlag. Im Frühling 2020 nahm Albin Schmidhauser Kontakt mit WWZ auf – kurz darauf folgte der Vertragsabschluss.
Damals befand sich der Wärmeverbund noch in einer frühen Phase. Die Kosten waren nicht abschliessend definiert und lagen später über der ersten Schätzung. Zusätzlich koordinierte er mehrere Gewerke: Heizung, Sanitär, Elektro, Kaminbau, Maurerarbeiten und Landschaftsgestaltung.
Parallel verlangte die Stadt Zug einen Meteorwasseranschluss. Positiv: Die Stadt beteiligte sich zur Hälfte an den Kosten.
Am 13. September 2022 konnte Albin Schmidhauser erstmals Warmwasser mit Energie aus dem Zugersee beziehen.


Fördergelder und Unterstützung

Auch die Finanzierung spielte eine wichtige Rolle. Die Stadt Zug stellte ihm kostenlos einen Energieberater zur Seite. Dieser bestätigte die Eignung des Wärmeverbunds und ermöglichte Förderbeiträge auf Basis der Energiebezugsfläche.
Heute sind die kantonalen Fördermodelle klar geregelt. In der Stadt Zug profitieren Eigentümer zusätzlich von einer kommunalen Abwrackprämie beim Ersatz fossiler Heizsysteme.


CO2-neutrales heizen – eine Investition mit Langzeitwirkung

Fossile Heizungen erreichen heute oft nur noch eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren. Ersatzteile fehlen, die Systeme sind weniger robust.
Mit dem Anschluss an den Wärmeverbund Circulago ist Albin Schmidhauser für mindestens 30 Jahre abgesichert.
Trotz anfänglicher Herausforderungen hat sich die Investition für ihn gelohnt:
Er spart jährlich 12,2 Tonnen CO₂ ein und nutzt eine zuverlässige, nachhaltige Wärmelösung.

Haben Sie bereits Zugang zu einem Wärme- oder Kälteverbund – oder möchten Sie wissen, wann ein Anschluss möglich ist?

Prüfen Sie jetzt, ob Ihr Zuhause oder Ihr Büro an einen Wärme- oder Kälteverbund angeschlossen werden kann. Falls noch nicht, erfahren Sie, wann ein Anschluss geplant ist.

zur person

Wie kann ich nachhaltig Heizen?
Albin Schmidhauser
Eigentümer einer Liegenschaft in der Stadt Zug
Albin Schmidhauser ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern. Sein Studium der Forstwissenschaften an der ETH Zürich hat er mit der Promotion zum Doktor der Technischen Wissenschaften abgeschlossen. Er arbeitete lange Zeit im Kanton Luzern in der Dienstelle Landwirtschaft und Wald sowie als Abteilungsleiter Naturgefahren in der Dienststelle Verkehr und Infrastruktur. Im März 2017 wechselte Herr Schmidhauser zum Kanton Zug und war bis zu seiner Pensionierung im Juli 2019 Leiter des Amts für Wald und Wild.
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