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Die WWZ-Gruppe schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem stabilen operativen Ergebnis ab. Sowohl Elektrizität, Telekom als auch die übrigen Bereiche trugen zum Wachstum bei. Die Nachfrage nach Fernwärmeanschlüssen ist weiterhin hoch. Die Umstellung auf die neuen Telekom-Produkte wurde erfolgreich abgeschlossen.
Die WWZ-Gruppe erzielte 2025 einen Nettoerlös von CHF 312,3 Mio. (Vorjahr: CHF 299,4 Mio.). Der Bruttoertrag belief sich auf CHF 168,1 Mio. Die Betriebskosten nahmen infolge der Telekom-Umstellung, höherer Netz- und IT-Sicherheitskosten sowie Vorinvestitionen in Wachstumsfelder um rund CHF 7,8 Mio. zu. Mit CHF 31,7 Mio. EBIT und einem Konzerngewinn von CHF 35,3 Mio. liegt das Ergebnis unter Berücksichtigung von Einmaleffekten aus dem Jahr 2024 auf Vorjahresniveau. Der Beitrag aus den Beteiligungen und Kapitalanlagen führte zu einem positiven Finanzergebnis von CHF 8,0 Mio. WWZ weist per Stichtag eine Nettofinanzposition von CHF 52,7 Mio. aus. Die Eigenfinanzierung bleibt weiterhin hoch.

Elektrizität: stabile Grundversorgung trotz Sondereffekten

Der Umsatz im Segment Elektrizität lag 4 Prozent über Vorjahr. Der Energieabsatz sank leicht auf 665 GWh; der Rückgang betraf primär Marktkunden. Die Grundversorgung blieb trotz steigendem Eigenverbrauch stabil. Einmaleffekte von CHF 13,8 Mio. sowie Mehrkosten durch den Ausfall des Kernkraftwerks Gösgen belasteten das Ergebnis, das sich auf CHF 14,4 Mio. belief.

Telekom: erfolgreiche Produktumstellung und Lancierung von «Blizz»

Im Segment Telekom erzielte WWZ einen Nettoerlös von CHF 77,2 Mio. (+6 %). Während Mobile und TV zunahmen, gingen Festnetz und Internet zurück. Die komplette Umstellung von rund 120'000 Produkten auf das Angebot der neuen Marke «Blizz» wurde erfolgreich abgeschlossen. WWZ schuf dadurch die Grundlage für eine deutlich höhere Profitabilität in den kommenden Jahren. Das betriebliche Ergebnis beträgt aufgrund des Einmalaufwandes für die Umstellung der Produkte CHF 4,8 Mio. (Vorjahr: CHF 6,3 Mio.).

Übrige Bereiche: Wachstum dank Fernwärme

Der Nettoerlös der übrigen Bereiche stieg auf CHF 95,6 Mio. (+2 %). Das operative Ergebnis verbesserte sich auf CHF 9,6 Mio. Die Fernwärme entwickelt sich erfreulich mit einem Absatzwachstum von 32 % zum Vorjahr. WWZ ist mit der Wachstumsstrategie Fernwärme gut auf Kurs.

Investitionen: Fokus auf Versorgungssicherheit und neue Energieformen

WWZ investierte 2025 insgesamt CHF 114 Mio., davon CHF 43,8 Mio. in Wärme- und Kälteprojekte. Die Wärmeverbunde Ennetsee und Circulago wurden weiter ausgebaut; in Steinhausen entsteht ein neuer Verbund mit Inbetriebnahme 2026. Weitere Investitionen flossen in den Ausbau der Stromnetze (CHF 19,8 Mio.), in das Telekomgeschäft (CHF 26,5 Mio.) sowie in die Trinkwasserversorgung (CHF 9,5 Mio.). Der operative Geldfluss betrug CHF 99,7 Mio.; der Free Cashflow lag bei CHF 1,8 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt 70,6 Prozent.

Neuer Geschäftsbereich Markt stärkt Kundenorientierung

WWZ führt ab Mai 2026 neu den Bereich Markt ein. Dieser wird zur zentralen Schnittstelle zwischen Kundinnen und Kunden, der Organisation und dem Markt. Damit stärkt WWZ Kundenorientierung, Verkauf und Wettbewerbsfähigkeit. Gleichzeitig fokussiert sich der Geschäftsbereich Energie auf die steigenden Anforderungen an integrierte Energielösungen und neue Produkte. Mit der Einführung des Bereichs Markt sowie der klaren Stärkung der Bereiche Energie und Markt richtet WWZ die Organisation konsequent auf Kundennähe, Effizienz und Zukunftsfähigkeit aus.

Ausblick 2026

WWZ erwartet ein stabiles Geschäftsjahr 2026. Im Segment Elektrizität wird mit einem Ergebnis gerechnet, das aufgrund der tieferen regulatorischen Verzinsung und der veränderten Berechnungsvorgaben des Stromversorgungs- und Energiegesetzes unter dem Ergebnis 2025 liegen wird. Im Telekomgeschäft hingegen wird sich das Ergebnis aufgrund der Umsetzung der Beschaffungsstrategie deutlich verbessern. Weiteres Wachstum erwartet die WWZ-Gruppe bei Photovoltaik, Batteriespeichern und Fernwärme. 2026 erbringt die Energieversorgerin wiederum hohe Vorleistungen für den Wärmeverbund Steinhausen. Mit der kontinuierlich steigenden Auslastung der Energieverbunde erhöht sich die Profitabilität stetig.

Die Generalversammlung findet am 7. Mai 2026 statt. Der Verwaltungsrat beantragt eine Dividende von CHF 40 pro Aktie.

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Team Medienstelle