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Wenn Energie zusammenarbeitet

Strom, Wärme, Kälte und Mobilität wachsen immer stärker zusammen. Was früher getrennte Systeme waren, entwickelt sich heute zu einem intelligent vernetzten Energie­system. Der Fachbegriff dafür lautet Sektorkopplung, teilweise auch Sektorenkopplung genannt. Doch was bedeutet das konkret – und was hat das mit deinem Alltag zu tun? Ein Blick in unsere Energiezentrale Unterfeld zeigt, wie die Energiezukunft bereits heute funktioniert.

Was ist Sektorkopplung?

Sektorkopplung beschreibt die intelligente Verbindung verschiedener Energiesektoren. Statt Strom, Wärme oder Mobilität getrennt zu denken, werden sie miteinander vernetzt. Das Ziel der Sektorkopplung: Energie effizienter nutzen, erneuerbare Quellen besser integrieren und Versorgungssicherheit langfristig sichern.

Ein einfaches Beispiel:

Wenn mehr Solarstrom vorhanden ist als gerade gebraucht wird, kann er zum Erwärmen von Wasser oder zum Laden eines Elektroautos eingesetzt werden. Wärme lässt sich speichern, wenn sie gerade nicht gebraucht wird. Und Strom wird dann genutzt, wenn er besonders nachhaltig verfügbar ist. Kurz gesagt: Energie fliesst dorthin, wo sie gerade am meisten Sinn macht.

Ein Blick in die Praxis: Energiezentrale Unterfeld

Wie Sektorkopplung konkret aussieht, zeigt die Energiezentrale Unterfeld – ein wichtiger Bestandteil des Wärme- und Kälteverbunds Circulago. Hier arbeiten verschiedene Technologien Hand in Hand.

  • Wärmepumpen nutzen Energie aus dem Zugersee, um Gebäude mit Wärme zu versorgen.
  • Gleichzeitig setzen wir die natürliche Kälte des Seewassers direkt für Kühlung ein.
  • Thermische Speicher nehmen überschüssige Energie auf und geben sie dann ab, wenn sie gebraucht wird.
  • Auf dem Dach produzieren Photovoltaikanlagen Solarstrom für den Betrieb der Anlage.
Unterfeld aussen und innen
Dach und Wärmepumpen der Energiezentrale Unterfeld

Ein Gesamtsystem

Bereits heute ist der nächste Schritt geplant: Ab Mitte 2026 ergänzt ein Batteriespeicher das System. Der Speicher ermöglicht, Strom flexibel zwischenzuspeichern und gezielt einzusetzen – etwa dann, wenn erneuerbare Energie besonders stark verfügbar ist oder das Netz stabilisiert werden soll. So entsteht ein vernetztes Gesamtsystem, das Strom, Wärme und Kälte intelligent verbindet und erneuerbare Energie optimal nutzt.

Erklärvideo ansehen

Im Video erhalten Sie einen Einblick in die Energiezentrale Unterfeld und erfahren, wie moderne Energieversorgung in der Region funktioniert.

Warum Sektorkopplung wichtiger wird

Die Energiewelt verändert sich rasant. Stetiges Wachstum der Bevölkerung erfordert mehr Energie. Immer mehr Photovoltaikanlagen produzieren Strom, Wärmepumpen ersetzen fossile Heizungen und Elektroautos werden Teil des Alltags. Diese Entwicklungen bringen neue Herausforderungen – aber auch grosse Chancen. Sektorkopplung ist dabei ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Zukunft. 

Mit Sektorkopplung können wir

  • erneuerbare Energien effizienter nutzen
  • Energielokal speichern und verteilen
  • Stromnetze stabil halten
  • CO2-Emissionen reduzieren
  • den Wachstum des Energiebedarfs besser decken

Was bedeutet das für Sie?

Auch wenn Sektorkopplung technisch klingt – sie betrifft uns alle. Denn viele Lösungen sind heute bereits im Alltag angekommen oder stehen kurz davor. Wenn Sie zum Beispiel eigenen Solarstrom nutzt, Ihr Gebäude an ein Wärme- oder Kältenetz anschliessen oder eine Ladeinfrastruktur planen, werden Sie Teil dieses vernetzten Energiesystems. Die gute Nachricht: Sie können schon heute davon profitieren.

Teil der Energiezukunft werden

Sie möchten Energie nachhaltiger nutzen oder unabhängiger werden? Wir unterstützen Sie auf diesem Weg: 

Fazit zu Sektorkopplung

Sektorkopplung bringt zusammen, was zusammengehört. Sie verbindet Strom, Wärme, Kälte und Mobilität zu einem intelligenten Gesamtsystem. So nutzen wir erneuerbare Energien besser, verteilen Energie effizienter und erhöhen die Versorgungssicherheit. Die Energiezentrale Unterfeld zeigt, dass diese Zukunft keine Vision mehr ist – sondern bereits Realität.